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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Sammlungen DMM

Entdeckung Nr.78

Antrieb mit Lötlampe und Handkurbel

Schwerstarbeit war seinerzeit angesagt, bis die traditionellen Glühkopfmotoren ihre Leistung bringen konnten. Sie gehören zu den ersten Verbrennungsmotoren und wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Nur mit kräftigen Kurbelbewegungen ließ sich der Motor in Gang bringen. Und zuvor musste er mit einer Lötlampe vorgewärmt werden. Die Vorteile dieser frühen Antriebsmaschinen waren die Verwendbarkeit unterschiedlicher Kraftstoffe und ihre Ausdauer. Ein Glühkopfmotor konnte mit Diesel, Schweröl ebenso wie mit Parafin betrieben werden. Sie kamen zuerst in der Landwirtschaft und später auch als Schiffsmotoren zum Einsatz.

 

In der Sammlung zur Fischereigeschichte des Deutschen Meeresmuseums findet sich eine Reihe historischer Bootsmotoren, die etwa seit 1910 in Fischerbooten eingebaut wurden. Die Motorisierung bedeutete eine enorme technische Verbesserung für die besegelten Fangboote der Küstenfischer. Sie wurden unabhängiger von Wind und Wetter, erreichten weiter entfernt liegende Fangplätze und konnten auch größere Lasten transportieren. Das garantierte bessere Fangergebnisse und führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung der Küstenfischerei. 

 

2010 übernahm das Museum insgesamt 39 alte Bootsmotoren - vom Glühkopf - bis zum Dieselmotor - aus der Sammlung des Volkskundlers Dr. Wolfgang Rudolf. Gegenwärtig werden die historischen Aggregate konserviert und wenn möglich instandgesetzt. Für Motorenfreunde ist es ein besonderes Erlebnis, das unverwechselbare Tuckern eines Glühkopfmotors zu hören.      


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