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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.79

Rasiermesserscharf

Die Schnepfenmesserfische (Centriscidae) sind schon recht possierliche Tierchen. Das Maul in Richtung Meeresboden ausgerichtet, schwimmen sie immer kopfüber im Zick Zack durch ihr Heimatgewässer, den Indopazifik, und auch in ihrem Becken im MEERESMUSEUM. Nur bei drohender Gefahr bewegen sie sich waagerecht durch das Wasser. Doch um Gefahren durch Fressfeinde zu umgehen, verlassen sich die Krebsplanktonfresser in erster Linie auf ihr ausgeklügeltes Tarnkleid. Dieses lässt sie in den Seegrasfeldern des Ozeans kaum ausfindig machen. Ein weiteres Versteck bieten ihnen die langen Stacheln der Seeigel, zwischen denen sie vor Raubfischen Schutz finden.

 

Die  zierlichen  Schwarmfische  haben  nur  sehr  wenig Fleisch auf ihren Gräten. Der größte Teil ihres 20 Zentimeter langen Körpers besteht aus Knochenplatten. Diese Tatsache erklärt auch, weshalb  tote Schnepfenmesserfische  nicht  verwesen,  sondern  einfach  austrocknen  und steinhart  werden. In diesem Zustand sind die durchsichtigen Knochenplatten am Bauch der Fische messerscharf. So scharf, dass sie von Menschen durchaus  als  Schneidewerkzeug  benutzt werden könnten.

 

Ein Trockenpräparat eines Schnepfenmesserfisches befindet sich auch im MEERESMUSEUM und wird von der Pädagogik eingesetzt, um Kindern die wundersame Unterwasserwelt greifbar zu veranschaulichen.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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