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Samstag, 21. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Ozeaneum

Entdeckung Nr.9

Fundstücke im Hafen

Was haben ein Einkaufswagen oder ein Fahrrad im Aquarium verloren? Diese Frage mag sich so mancher Besucher beim Anblick des Hafenbeckens im Ostseebereich des OZEANEUMs stellen. Das Szenario aus Schrott und anderen Abfällen zeigt aber einen realistischen Eindruck der Unterwassersituation in Stadtnähe. So idyllisch und anziehend traditionelle Hafenansichten für Touristen auch sein mögen, auf dem Grund des Hafenbeckens ist die Wirklichkeit eine andere. Über viele Generationen hinweg unberührt, sammeln sich dort zahllos Zivilisationsmüll, verlorene oder bewusst entsorgte Gegenstände. Bei Hafenarbeiten mit Ausbaggerungen oder beim Angeln kommen sperrige Teile hin und wieder zurück ans Tageslicht. So bargen Taucher den Einkaufswagen vor dem Fähranleger in Kiel und stellten ihn dem OZEANEUM als Dekoration zur Verfügung. Das mit Seepocken bewachsene Fahrrad entdeckte man in den 80er Jahren im Hafenbecken am Strelasund und war erst viele Jahre im Magazin und in einer Sonderausstellung des MEERESMUSEUMs untergebracht.

 

Das Hafenwasser vom Strelasund ist Brackwasser: es hat einen geringen Salzgehalt von etwa 8 Promille. Damit kommen aber einige Süßwasserfische wie Plötz, Barsch und Rotfeder noch sehr gut zurecht – ein Grund, warum sie im Hafen so zahlreich zu finden sind. Die künstlichen Strukturen bieten ihnen sogar einen neuen Lebensraum: Aale und Plattfische können sich gut verstecken und es siedeln sich auf den Oberflächen Muscheln und Seepocken an. Allein bei der Wasserqualität wurde für den besseren Durchblick für die Besucher auf die übliche starke Trübung des Hafenwassers verzichtet.


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