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Freitag, 20. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.91

Wo Tiere wieder (fast) lebendig werden

Viele Tierexponate in den Ausstellungen des Deutschen Meeresmuseums stammen aus der museumseigenen Präparationswerkstatt im Katharinenkloster. Ob Fische, Vögel, Lederschildkröte, Eisbär oder Walross, die originalgetreuen Nachbildungen einst lebender Tiere wirken beeindruckend naturnah. Wenn auch hinter Glasscheiben gesichert, reizen die Tiere irgendwie zum Anfassen, um ihre Echtheit prüfen zu können. Und vielleicht würde es kaum verwundern, wenn plötzlich einer der Tierkörper in Bewegung geriete und seine Starre zu neuem Leben fände. Denn allzu real und lebendig wirken bisweilen Fell, Augen, Körperhaltung oder die dargestellten Lebenssituationen der Exponate.    

 

Die überzeugende Wirkung der Tiere gehört heute zur hohen Kunst der Präparation. Dermoplastik nennt sich die Methode, bei der die Originalhaut einem äußerst genau nachempfundenen Modell des Tierkörpers „angezogen“ wird. Das setzt präzise Kenntnisse der Anatomie voraus, ebenso zahlreiche Vermessungen und Körperstudien der betreffenden Tierart. Erst die Summe von wissenschaftlicher Akribie und hohem handwerklichem Können garantiert den Besuchern überzeugende Eindrücke von Lebewesen, denen sie sonst kaum nahe kommen.    

 

Auch andere Exponate wie etwa die Walskelette oder originale Trockenpräparate gehören zu den Aufgaben des gegenwärtig vierköpfigen Expertenteams um Chefpräparator Uwe Beese. Dafür verfügt die Werkstatt im Katharinenkloster über wendige technische Einrichtungen wie Seziertisch, OP-Beleuchtung, Kühlzellen, Trockenraum, Chemielager oder eine Mazerations- und Entfettungsanlage. Ein nächster Meilenstein der Museumspräparatoren soll die Neugestaltung des großen Korallenriffs im MEERESMUSEUM werden.


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