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Montag, 20. Mai 2019
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Entdeckung vom 26. Dezember 2011

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 360

Thomas Korth (Grafiker)

Die grafischen Darstellungen unserer Aquarienbewohner zu fertigen, ist etwas ganz Besonderes und eine echte Herausforderung. Um anatomische Besonderheiten der Tiere hervorheben zu können, haben wir uns genau wie das MEERESMUSEUM dafür entschieden, gezeichnete Bilder zu verwenden. Zudem erhält die Aquarienbeschriftung dadurch einen einheitlichen Duktus. Die Aufgabenbereiche als Grafiker hier im OZEANEUM sind sehr vielseitig und abwechslungsreich. Neben echter Handarbeit wie den Aquarienbeschriftungen arbeite ich viel am Computer und erstelle Layouts für unsere Publikationen oder programmiere Touchscreenanwendungen für die Ausstellungen.

Portraitmaler für Aquarienbewohner

In Fürsten- und Königshäusern war es früher üblich, die Regenten prunkvoll zu portraitieren. Dass den Aquarienbewohnern im OZEANEUM heute eine ähnliche Aufmerksamkeit zukommt, ist vielleicht ein wenig ungewöhnlich, aber durchaus verständlich. Denn die Abbildungen und Erklärungen zu den jeweiligen Aquarienbesetzungen sind wichtige Besucherinformationen. Da aber nicht für jede einzelne Tierart geeignete Farbfotografien zur Verfügung stehen, werden die benötigten Tierportraits von Museumsgrafiker Thomas Korth gemalt und bearbeitet.

 

Obwohl von Hand entstanden, sind die farbigen Darstellungen kaum von fotografierten Bildern zu unterscheiden. Gemalt werden sie nach dokumentarischen Vorlagen in „Gouache-Technik“. Diese Art der Malerei vereint die jeweiligen Vorzüge von Aquarell- und Ölfarben. Nach dem Trocknen weist Gouache eine samtene, matte Oberfläche auf und gute Gouachefarbe hellt später nicht auf. Daher eignet sich diese Technik optimal für die vergleichenden Bilder an den Aquarien. Im Anschluss an die farbliche Gestaltung werden die Darstellungen nach Rücksprache mit den Museumswissenschaftlern grafisch und digital überarbeitet und abschließend in die dunklen Ausstellungstafeln seitlich der Aquarien eingearbeitet.

 

Aufwendiger werden die Arbeiten für Fische, bei denen sich die männlichen und weiblichen Tiere stark unterscheiden, wie beim Meerpfau oder dem Kuckuckslippfisch etwa. In diesem Fall bekommen beide Geschlechter natürlich jeweils ihr eigenes Portrait.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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