Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Donnerstag, 19. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 11

Uwe Beese (Leiter Präparation)

Die Arbeiten von Hermann H. ter Meer sollten für jeden Präparator das Maß aller Dinge sein. Umso mehr freut es mich, dass unser Museum den Besuchern eine seiner eindrucksvollsten Dermoplastiken präsentieren kann. Ein Präparat aus dem Jahre 1919 das bis heute in seiner Qualität Bestand hat, erzeugt bei mir Ehrfurcht vor der geleisteten Arbeit. Es widerspiegelt aber auch, dass wir mit unserer Arbeit als Präparatoren Generationen von Menschen erreichen können.

Unser Walross hat kein Stroh im Kopf!

Es ist mit 3,80 Meter größer als jede andere Robbe und wiegt ausgewachsen 1,5 Tonnen - das Walross. Allein die langen Stoßzähne, mit denen es sich an Land vorwärts zieht, wiegen 3 Kilogramm. 35 Jahre kann es alt werden.

 

Das realitätsgetreue Modell eines solchen imposanten Walrosses ist auch im MEERESMUSEUM zu bestaunen. Und es hat dabei seine ganz eigene Geschichte.

 

Entstanden ist dieses hervorragende Walrosspräparat bereits 1919.  Aber es ist nicht mit Stroh ausgestopft, wie immer noch viele Tierpräparate aus der damaligen Zeit. Ganz im Gegenteil! Bei unserem Exemplar handelt es sich bereits um eine Dermoplastik. Zu damaligen Zeiten eine völlig neue Art Tiere zu modellieren. Im Gegensatz zum "Ausstopfen", wird hier über den exakt nachmodellierten Tierkörper die gegerbte Haut (Derma) gezogen. Das macht das Präparat besonders lebensecht.  

 

Unser Walross gehört zu den bekanntesten dermoplastischen Präparaten seines weltberühmten Schöpfers Herman H. ter Meer (1871-1934). Ter Meer gehörte zusammen mit Hugo Bleil, dem ersten Präparator des Naturkundemuseums in Stralsund, zu den Mitbegründern der "Deutschen Künstlervereinigung der Museumsdermoplastiker", kurz DEKÜSMUS genannt.

Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!