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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 66

Evelyne Martens (Bibliothekarin)

Mein Arbeitsplatz ist in der Fachbibliothek des Deutschen Meeresmuseums.Sie befindet sich im Burmeister-Haus, einem der ältesten Gebäude der Hansestadt Stralsund. Bevor ich 1999 zum Deutschen Meeresmuseum kam, war ich in einer allgemeinen Bibliothek tätig. Damals musste ich mich zunächst erst mal mit dem neuen Fachgebiet vertraut machen. Inzwischen genieße ich die Vielfalt meiner Aufgaben und die damit verbundenen täglichen Herausforderungen sehr.

Vom Sammeln, Bewahren und Vermitteln in der Museumsbibliothek

Sammeln, Bewahren und Vermitteln sind drei der Kernaufgaben eines Museums. Die meisten Menschen denken bei diesen Worten zunächst an die musealen Ausstellungen oder Sammlungen. Sie treffen aber auch auf Museumsbibliotheken wie die des Deutschen Meeresmuseums zu. Auch hier wird fleißig gesammelt, bewahrt und vermittelt – in erster Linie Bücher. Die einst kleine Handbibliothek des Museumsgründers Prof. Otto Dibbelt entwickelte sich im Laufe der letzten 60 Jahre zu einer stattlichen Spezialbibliothek über Meereskunde, Meeresbiologie und Aquaristik mit über 32.000 Medieneinheiten. Neben deutscher und fremdsprachiger Fachliteratur, Zeitschriften und Bildbänden findet sich dort sogar Kinderliteratur zum Thema Meer.

 

Die am häufigsten genutzten Medien sind Schriften des 20. und 21. Jahrhunderts. Dennoch besitzt die Bibliothek auch einige historische Schätze, wie zum Beispiel die „Historia animalium“ von Conrad Gessner aus dem Jahr 1586. Damit dieses mehr als eintausend Seiten umfassende Buch weiterhin gut erhalten bleibt, darf es nur mit speziellen Schutzhandschuhen und unter Aufsicht benutzt werden.

 

Die Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums sind in der Fachbibliothek die häufigsten Gäste. Außer ihnen nehmen Studenten, Lehrer und Naturwissenschaftler das umfangreiche Angebot der Bibliothek in Anspruch. Damit sie die Anfragen des Fachpublikums so gut wie möglich bedienen kann, betreibt die Bibliothek einen regelmäßigen Schriftentausch mit rund 400 Tauschpartnern, u.a. aus China und den USA. Außerdem ist sie Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Meereskundliche Bibliotheken“. Neben ihrem umfangreichen Service ist die gemütliche Atmosphäre des alten Burmeister-Hauses das Tüpfelchen auf dem „i“ und lädt viele Gastleser zum erneuten Besuch ein.

Diese Entdeckung finden Sie in den SAMMLUNGEN DMMZur Webseite >>

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