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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 80

Birthe Schlichter (Tierpflegerin im OZEANEUM)

Unsere Ammenhaie Anton und Anna sind trotz ihrer Größe sehr friedliche Tiere, da sie sich schon als Babies an menschliche Obhut gewöhnten. Während meines ersten Tauchganges in ihrem Becken, bemerkte ich beim Austarieren nicht rechtzeitig, dass ich Anna berührte. Anstatt mich zu beißen, schwamm sie lieber einfach davon. Trotzdem dürfen wir gerade beim Füttern nicht vergessen, dass Ammenhaie ein kräftiges Gebiss haben und dass sie ihr Futter zielstrebig einsaugen. Beides sind mögliche Unfallquellen, die wir Tierpfleger immer berücksichtigen müssen.

Von Umzügen und WG-Leben

Anton und Anna leben seit Sommer 2010 in ihrer neuen Wohngemeinschaft und haben sich gut eingelebt. Und das, obwohl sie hunderte Mitbewohner haben. Zum Glück sind sie mit zwei Metern Länge und etwa 50 Kilogramm Körpergewicht die beiden Größten und Schwersten und zudem auch sehr erfahren, was das Leben in einer WG betrifft. Das 2,6 Mio.-Liter-Schwarmfischbecken im OZEANEUM ist inzwischen ihr vierter Wohnort und gleichzeitig auch der Geräumigste. Anton und Anna sind zwei Ammenhaie und entwachsen immer mal wieder ihrem Becken.

 

Schon als Jungtiere im Aquarium der Büsumer Meereswelten gewöhnten sich beide an das gewisse Extra in einer Tier-WG: die menschliche Obhut und Pflege. Dank dieser waren die nachtaktiven, am Boden lebenden Tiere schon bald zu groß für ihr Becken. Über eine Kooperation mit dem MEERESMUSEUM bot sich im Juni 2006 ein Wohnungswechsel nach Stralsund an – Streicheleinheiten durch die Tierpfleger inbegriffen. Nach vier Jahren WG-Leben mit Muräne und Kugelfisch im MEERESMUSEUM waren Anton und Anna so groß, dass ihr vorerst letzter Umzug bevorstand. Dafür ließen die Tierpfleger ein besonderes Tragetuch fertigen. Es erleichterte den Umzug der großen Tiere mit ihrer sandpapierartigen Haut und alles funktionierte reibungslos. Ammenhaie können bis zu vier Meter lang werden. Selbst dann hätten Anton und Anna noch ausreichend Platz im OZEANEUM. Dort sind Streicheleinheiten am Kopf zwischen den Augen der beiden „Dienstanweisung“ und sicher auch ein Grund dafür, warum es in der großen Wohngemeinschaft immer recht friedlich zu geht.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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