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Samstag, 21. Oktober 2017
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Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 101

Mirko Becker (Teamleiter Aquarium MEERESMUSEM)

Als Teamleiter im MEERESMUSEUM bin ich für die Koordination sämtlicher Abläufe im Aquarium verantwortlich. Dank der langjährigen Erfahrung unseres Teams sind wir inzwischen auch in der Lage, Korallen erfolgreich selbst zu züchten. Dadurch und über Kooperationen können wir unseren Bedarf an Korallen decken, ohne Lebewesen aus der Natur zu entnehmen. Besuchen uns Fachkollegen, bringen sie uns häufig Korallen einer Art, die wir gerne zeigen möchten, mit. Im Tausch erhalten sie Tiere aus unserer Nachzucht.

Eine Schule der besonderen Art

Die Farbenpracht und Artenvielfalt der Korallen in den Schaubecken des MEERESMUSEUMs verzaubern die Museumsbesucher und entführen sie gedanklich in eine exotische, fremde Welt.

 

Die floral anmutenden Nesseltiere stammen ursprünglich aus den tropischen Meeren und werden nunmehr seit 20 Jahren im MEERESMUSEUM gezüchtet.

Um die Korallenpracht zu erhalten und zu erweitern, gibt es seit zwei Jahren einen Raum für die Nachzucht von Korallen – eine kleine „Korallen-Baumschule“. Hinter den Kulissen des MEERESMUSEUMs wachsen die nur wenige Zentimeter langen Zöglinge unter ständiger Beobachtung in sieben Zuchtbecken zu größeren Korallen heran. Um die Standfestigkeit der instabilen Winzlinge im Becken zu gewährleisten, hilft eine bestimmte Konstruktion mit der die Korallenableger einzeln auf Steinen befestigt werden. Die in der Mitte gelochten Steine werden mit einem speziellen Korallenkleber gefüllt. Die kleinen Ableger werden durch die knetartige Masse fest mit dem Stein verbunden. Damit sie gut gedeihen, sind konstante Lebensbedingungen in den Zuchtbecken Voraussetzung: Die Wassertemperatur beträgt 25 Grad bei einem Salzgehalt von 35 Promille. Lichtquellen sorgen für ein reichhaltiges Nahrungsangebot für die Nesseltiere, die sich allesamt ausschließlich über Photosynthese ernähren. Leuchtend gelbe Doktorfische helfen, die Korallenschule vom Algenbewuchs zu befreien.

 

Nach frühestens einem Jahr intensiver Pflege sind die Korallen groß genug, um die Schule zu verlassen. Mit samt ihrem Stein ziehen sie dann in die Schaubecken der Ausstellung um.

 

Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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