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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 164

Detlef Vergien (Spezialtierpfleger)

In diesem Jahr konnte ich bereits mein 20jähriges Dienstjubiläum im MEERESMUSEUM begehen. Eigentlich bin ich gelernter Zootierpfleger, aber der Aquaristik galt schon immer mein besonderes Interesse. Und so ging für mich ein Traum in Erfüllung, als ich im April 1991 als Spezialtierpfleger im MEERESMUSEUM anfangen konnte. Seitdem bin ich sowohl für das allgemeine Wohlergehen der Tiere in den Mittelmeer- und Tropenaquarien als auch für technische Belange hinter den Kulissen zuständig. Zu meinen "Lieblingen" zählen übrigens die Rochen im Wrackbecken, die ich in ihrer ganzen Art einfach "putzig" finde.

Neugierige Räuber mit Giftfaktor

Vor kurzem wurde die Dekoration in Becken 19, dem drittgrößten Becken im Aquarienkeller des MEERESMUSEUMs, komplett überarbeitet. Nun bildet ein Riffpfeiler aus so genanntem Tuffgestein den Mittelpunkt des 30.000 Liter Aquariums. Unterstützt wurden die Museumsleute dabei vom Stralsunder Steinmetzmeister Edwin Rumpel - auch bekannt als "Rumpelkönig". Bei der Gelegenheit erhielt das Aquarium außerdem eine neue moderne Siebtrommelfilteranlage und eine ebenfalls neue energiesparende LED-Beleuchtung.

 

Anschließend konnten etwa 20 Rotfeuerfische in das Riffaquarium einziehen. Bei angenehmen 25°C Wassertemperatur fühlen sie sich dort sichtlich wohl. Dazu trägt auch die "Vollverpflegung" bei, bestehend aus klein geschnittenem Fisch, Kalmar und Garnelen. Demnächst soll weiterer Fischbesatz folgen, u. a. ein Zackenbarsch und eine Netzmuräne. Weil diese beiden Fische die zutraulichen Rotfeuerfische manchmal "zum Fressen gern haben", müssen die kleinen Räuber noch etwas wachsen, bevor Barsch und Muräne die Fisch-WG komplettieren werden. Rotfeuerfische, deren natürlicher Lebensraum Lagunen und Außenriffe sind, können eine Größe von 38 Zentimeter erreichen.

 

Übrigens, Rotfeuerfische haben es faustdick hinter den Kiemen: die Stacheln der Rückenflosse enthalten Drüsen, welche ein starkes Gift produzieren. Daher ist Vorsicht geboten und auch ihr englischer Name "lion fish" - Löwenfisch - vermittelt etwas Bedrohliches. Absolut ungefährlich ist jedoch der Blick durch die etwa 2,70 Meter lange und 0,88 Meter hohe Aquarienscheibe, wenn die Rotfeuerfische scheinbar neugierig nach den Besuchern schauen.

Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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