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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 199

Nelly Koschmieder (Angestellte im Aquarium)

Bereits vor meiner Tätigkeit im MEERESMUSEUM habe ich mich im Rahmen eines Ostsee-Monitorings mit Plankton beschäftigt. Dabei habe ich Zooplankton qualitativ und quantitativ für Forschungszwecke untersucht. So hatte ich später beste Voraussetzungen, um im MEERESMUSEUM eine Planktonzucht aufzubauen. Da diese kleinen Lebewesen mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind, musste ich erst einmal das richtige Gespür für deren Nachzucht entwickeln.

XXS-Futtermanufaktur im MEERESMUSEUM

Die Schildkröten im MEERESMUSEUM fressen gerne Fisch und Salat, die Pinguine im OZEANEUM mögen Sprotten. Aber was fressen all diejenigen, deren Maul oder Schnabel besonders klein ist? Die Antwort ist einfach: Korallen, Quallen oder Seepferdchen ernähren sich von Plankton. Deutlich schwieriger als das Beantworten der Frage nach dem „Was?“ ist aber das „Woher?“. Sogenannte Futterspezialisten wie z. B. Schnepfenmesserfische ernähren sich von lebendem Zooplankton, im Sommer wie im Winter. Da Plankton nicht ohne Weiteres zu kaufen ist und nicht rund um das Jahr aus dem Strelasund gefischt werden kann, ziehen die Aquarianer des Deutschen Meeresmuseums ihr Plankton selbst.

 

Dabei sind einzellige Algen, das Phytoplankton, die Grundlage der Nahrungskette. Den Anfangsbestand bezieht das Museum über Forschungsinstitute und er reicht aus, um genug Algen für einen längeren Zeitraum zu produzieren. Phytoplankton gedeiht in Zylindern unter Zugabe eines bestimmten Düngers, ständiger Belüftung und Beleuchtung. Im 20 Grad Celsius warmem Salzwasser bildet es die Futtergrundlage für winzige Salinenkrebse, die zum Zooplankton zählen. Die bräunlichen Salinenkrebseier kann man käuflich erwerben. Ihre Größe und Konsistenz erinnert an Sand. Nach nur 20 Stunden im Brutmedium schlüpfen Salinenkrebslarven. Mit den 0,5 mm kleinen Larven füttern die Aquarianer u. a. Bäumchenkorallen. Dagegen mögen Seepferdchen, Schnepfenmesserfische oder Röhrenaale größere Salinenkrebse, die erst nach vier Wochen bei einer Größe von einem Zentimeter verfüttert werden.

Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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