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Samstag, 21. Oktober 2017
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Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 206

Dr. Sabine Brasse (Abteilungsleiterin Wissenschaft OZEANEUM)

Wie erforschen Wissenschaftler eigentlich die Tiefsee? Diese Frage beantworten wir seit dem 11. Juli 2011 in unserer Ausstellung über die Erforschung und Nutzung der Meere. Bevor ich als Wissenschaftlerin in das OZEANEUM kam, habe ich zehn Jahre lang aktiv in der Meeresforschung gearbeitet und dabei viele Monate auf Forschungsschiffen auf See verbracht. Daher sind Geräte wie der Fotoschlitten für mich nicht unbekannt. Statt nun mit solchen Geräten auf den Forschungsschiffen zu arbeiten, versuche ich den Besuchern des OZEANEUMs die Themen der aktuellen Meeresforschung nahe zu bringen. In Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern haben wir hoffentlich eine spannende neue Ausstellung geschaffen.

Unterwasserkamera auf Kufen

Steigen die Rohstoffpreise in der Weltwirtschaft, beginnt die Überlegung, ob der Abbau von Manganknollen oder anderen Erzen in der Tiefsee wirtschaftlich sein könnte. Doch wo und in welcher Dichte kommen diese Bodenschätze vor? Da es den Menschen kaum möglich ist, sich vor Ort diese Fragen zu beantworten, entwickeln sie Hilfsmittel wie den Fotoschlitten in der Ausstellung Erforschung und Nutzung der Meere im OZEANEUM.

 

Die ersten Fotoschlitten bauten Wissenschaftler bereits Ende der 1960er Jahre. Ihr Gerüst war damals wie heute sehr robust, um dem Druck in großen Wassertiefen, dem Salzgehalt und den niedrigen Temperaturen standzuhalten. Im Inneren verborgen befindet sich meist empfindliche Elektronik, die Dank modernster Technik immer raffinierter wird. Der fast schon historische Fotoschlitten aus den 1970er Jahren im OZEANEUM hatte noch nicht so eine ausgefeilte Kameratechnik wie heutige Tauchroboter. Dennoch lieferte die eingebaute schwarz-weiß Kamera erste Eindrücke vom bis dahin unbekannten Meeresboden und seinen Manganknollenfeldern.

 

Die Kufen des Schlittens dienten übrigens einer sanften Landung des Gerätes auf dem Meeresboden – falls nötig. Tatsächlich wurde der Schlitten einige Meter über dem Grund geschleppt, damit die Kamera einen größeren Bildausschnitt aufnehmen konnte. So sollte auch die Erforschung der Bodenschätze wirtschaftlicher sein. Im OZEANEUM können Besucher die Kamera des Fotoschlittens selbst steuern und sich genauer vorstellen, wie die Erforschung der Meeresbodenschätze funktioniert.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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