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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Entdeckung vom 12. September 2011

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 255

Diana Quade (Mitarbeitern Marketing)

Frühjahr 2008: Den Anblick der über der Hafeninsel schwebenden Scheibe des Helgoland-Beckens werde ich so schnell nicht vergessen. Ein Kran hob sie in die Leibung des zukünftigen Beckens, das Dach des OZEANEUMs war noch offen. Heute beobachte ich im Tunnelaquarium gerne die staunenden Kinderaugen, wenn große Pollacks und Katzenhaie über deren Köpfen schwimmen. Hier fühlt man sich wirklich wie unter Wasser. Gut, dass der Tunnel mit rund drei Metern eine geräumige Breite hat, so dass viele Besucher gleichzeitig darin verweilen können.

Helgoland in Mecklenburg-Vorpommern

Wer sich für die Unterwasserwelt vor Helgoland interessiert, muss nicht unbedingt zu Deutschlands einziger Hochseeinsel reisen. Das 5,60 Meter lange Tunnelaquarium im OZEANEUM macht einen Blick in die Nordsee auf die typisch rotbraunen Felsen, farbenfrohe Seeigel, Kelp und Taschenkrebse möglich. Im Frühjahr 2011 - knapp drei Jahre nach der Eröffnung des Museums - war es Zeit für eine Renovierung des 200 000 Liter fassenden Beckens: das salzhaltige Wasser hatte an der Wandfarbe genagt und neue Ideen für die Aquariendekoration waren gereift. Drei Glatthaie und zahlreiche Taschenkrebse sollten als zusätzliche Bewohner das Becken bereichern. Wobei die Taschenkrebse den Hummer ablösten, wie in der Natur vor Helgoland.

 

Die Stärke der zum Tunnel verformten Acrylscheibe ist mit 15 Zentimetern relativ dünn. Doch die Wassermassen im Helgoland-Becken sind genau austariert und üben so einen gleichmäßigen Druck auf die Scheibe aus. Um die Renovierungsarbeiten durchführen zu können, mussten die Aquarianer das gesamte Wasser aus dem Becken lassen und mit aufgelegten Drucksteinen weiterhin das Gewicht der Wassermassen auf der Scheibe simulieren. Die Tiere zogen vorübergehend in die Quarantänetanks hinter den Kulissen. Inzwischen strahlt der Tunnel wieder in seiner ganzen Pracht und entführt die Besucher des OZEANEUMs nach Helgoland. Nur die Katzenhaie und Taschenkrebse muss man mit Pech etwas länger suchen - sie verstecken sich nur allzu gerne in den neuen Kelppflanzen der Aquariendekoration.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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