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Samstag, 21. Oktober 2017
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Entdeckung vom 19. September 2011

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 262

Alexander von den Driesch (Teamleiter Aquarium OZEANEUM)

Unsere Humboldt-Pinguine sind für mein Team und mich eine spannende Abwechslung zu den 45 Aquarien im OZEANEUM. Wir sind sehr stolz, dass bereits ein dreiviertel Jahr nach der Eröffnung der Anlage das erste Küken geschlüpft ist. Um die Tiere so artgerecht wie möglich zu halten, betreiben wir einen hohen Aufwand: Auch dieses Becken ist mit Salzwasser befüllt, denn Pinguine sind von Natur aus an Seewasser gewöhnt. Zudem bietet der Unterwasserbereich ihnen mit 120 000 Litern Fassungsvermögen reichlich Platz zum schwimmen.

Nachwuchs bei den Humboldt-Pinguinen

Vorsichtige Freude entwickelte sich bei den Mitarbeitern des OZEANEUMs, als Tierpfleger Mitte Mai auf dem Pinguinfelsen in einer der sechs Bruthöhlen ein etwa zehn Zentimeter großes Ei entdeckten. In den darauffolgenden Wochen wechselten sich die potentiellen Eltern - ein am Flügel grün markiertes Pinguinpaar – fleißig beim Brüten im Nest ab. Als die Museumsmitarbeiter am 21. Juni 2011 Schalen im Nest bemerkten, ein leises Piepsen hörten und schließlich das frischgeschlüpfte Küken entdeckten, war die Freude über den ersten Pinguin-Nachwuchs im OZEANEUM groß.

 

Pinguinjunge schlüpfen in einem Daunenfederkleid und sind damit nicht in der Lage zu schwimmen. In den ersten Wochen befand sich das Küken daher ausschließlich im elterlichen Nest, wo Mutter und Vater es mit Futter versorgten. Etwa einen Monat nach dem Schlupf begannen die Tierpfleger das Junge an Fisch und an die Pflege durch Menschen zu gewöhnen. Sie fütterten es von Hand in der Quarantäneanlage, wo das inzwischen neugierige Kleine keine Gefahr lief in einem unbeobachteten Moment zu ertrinken. Dort gelang es ebenfalls, dem Pinguin eine Feder zu entnehmen und schließlich über eine DNA-Analyse des Blutes aus dem Federkiel das Geschlecht festzustellen: Ein Mädchen! Das freute besonders die Tierpflegerinnen, denn mit dem Nachwuchs ist das Geschlechterverhältnis auf dem Pinguinfelsen mit fünf Weibchen und fünf Männchen vorerst ausgewogen.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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