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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 283

Nadine Pankow (Museumspädagogin)

Als Museumspädagogin arbeite ich vor allem mit Schulklassen. Kinder und Jugendliche lassen sich schnell von der Schönheit unserer Meere begeistern. Ich möchte sie aber auch für die Bedrohungen dieser großartigen Lebensräume sensibilisieren. Dazu nutze ich gern Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen, zum Thema Überfischung beispielsweise Fischstäbchen oder die Thunfischpizza. Daran erkläre ich den Umgang mit dem Fischführer und die Schüler verstehen ganz leicht, wie sie selbst einen Beitrag zum Meeresschutz leisten können.

Die richtige Entscheidung beim Fischkauf

Die Aquarien des OZEANEUMs laden zu einer faszinierenden Reise durch die Meere Nordeuropas ein. Während die Besucher im Rundgang die Schönheit dieser Meere erleben, werden sie aber auch auf die Bedrohung dieses Ökosystems aufmerksam gemacht. Daher fragen viele Gäste nach ihrem Besuch „Welchen Fisch kann ich noch bedenkenlos essen?“

 

Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace und der WWF, beide Kooperationspartner des OZEANEUMs, haben genau für  diese Frage Entscheidungshilfen entwickelt. Auf diese können die Gäste zugreifen und sich informieren, welchen Fisch sie mit ruhigem Gewissen kaufen und verzehren können.

 

In der Ausstellung Erforschung und Nutzung der Meere präsentiert der WWF seinen Einkaufsratgeber „Fische und Meeresfrüchte“ in digitaler Form. Am Greenpeace-Infostand im Foyer des OZEANEUMs kann sich jeder Besucher den Greenpeace-Ratgeber „Fische - beliebt aber bedroht“ mitnehmen. Dieser wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert, da sich die wissenschaftlichen Grundlagen jährlich ändern.

 

So erfährt man, dass man auf den Kauf von Aal aufgrund schlechter Bestandzustände verzichten sollte. Aber auch der Kauf von Rotbarsch ist, wegen der dabei verwendeten zerstörerischen Grundschleppnetzfischerei, nicht zu empfehlen.

 

Mittlerweile sind 88 Prozent der europäischen Speisefischbestände überfischt. Politik und Fischindustrie müssen dringend handeln. Aber auch der Verbraucher kann durch sein Einkaufsverhalten aktiv zum Schutz der Meere und Fischbestände beitragen. Grundsätzlich können die natürlichen Ressourcen der steigenden Nachfrage nicht mehr gerecht werden.  Daher sollten Verbraucher Fisch in Maßen genießen und an der Fischtheke die nachhaltigere Wahl treffen.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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