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Dienstag, 17. Oktober 2017
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Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 304

Rolf Wilsch (Tierpfleger)

Schon vor vielen Jahren habe ich begonnen, selbst Fische zu züchten. Zunächst nur Süßwasser-  zunehmend aber auch Meerwasserfische. Daher ist die Arbeit im Aquarium meine absolute Leidenschaft. Ich bin einer derjenigen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten. Über den Heringskönig freuen wir uns alle sehr, da er zum einen wunderschön, zum anderen aber sehr anspruchsvoll ist und daher in Aquarien nicht zum Standard gehört. Gerade die Eingewöhnungsphase ist sehr aufwendig, man muss die Tiere auf Frostfutter umstellen. Bei einigen Arten funktioniert das recht problemlos, bei anderen, wie dem Heringskönig, ist es aber schon ein echtes Stück Arbeit.

Der König der Heringe

Gehen Fischer auf Heringsfang haben sie hin und wieder auch mal den Heringskönig im Netz. Zwar kann er seine Rückenflosse - einem König gebührend - zu einer Zackenkrone aufstellen, er ist aber definitiv kein Hering. Das einzeln lebende Tier frisst gerne Heringe und hält sich daher häufig in der Nähe von Heringsschwärmen auf. Sein grau-gelbes Schuppenkleid mit einem auffälligen schwarzen Punkt an den abgeflachten Seiten ist ihm bei der Heringsjagd sehr nützlich. In dieser Aufmachung und ganz allein unterwegs, halten Heringe ihn fälschlicherweise für ein krankes Tier. Dabei ist er in der Lage seine Beute blitzschnell einzusaugen. Zu diesem Zweck stülpt er sein Maul sehr weit hervor und verschlingt durchaus einen ganzen Hering auf einmal. Gerät der Heringskönig wegen seiner Futtervorliebe versehentlich ins Netz der Heringsfischer ist das für sie ein Grund zur Freude: Der Heringskönig ist bekannt für sein wohlschmeckendes Fleisch und, weil schwierig zu fangen, eine profitable Beute.

 

 

Im Aquarium ist der Heringskönig, der auch Petersfisch genannt wird, eine Rarität. Es ist schwierig, ihn lebend und unverletzt zu fangen. Ist dies geglückt, müssen die richtigen Aquarien-Mitbewohner für ihn gefunden werden. Im OZEANEUM lebt der Heringskönig zusammen mit Langusten und Eberfischen im Becken „Schottische Küstenhöhle“. Der Legende nach, stammt der schwarze Punkt an den Seiten des Tieres von einer Begegnung mit dem Apostel Petrus, der ihm ein Goldstück aus dem Maul zog und dabei seinen Fingerabdruck auf dem Fisch hinterließ.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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