Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Dienstag, 17. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Entdeckung vom 07. November 2011

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 311

Monique Wittassek (Mitarbeiterin Marketing)

Wenn ich einen Gast durch das OZEANEUM führe, mache ich auf jeden Fall einen Stopp an der Vitrine der Barschartigen in der Ausstellung Weltmeer. Sie ist eine sehr gute Einleitung in die Welt der Fische, da hier ihre nahezu unendliche Vielfalt veranschaulicht wird. Zudem gibt die Vitrine aber auch Einsicht in die Arbeit der Präparatoren. Es werden Fische in verschiedenen Stadien der Präparation gezeigt, wodurch erkennbar wird, dass die Haut der ausgestellten Fische tatsächlich ihre eigene ist. Durch solche Kleinigkeiten werden den Besuchern auch die Handgriffe hinter den Kulissen des Museums gezeigt, was immer sehr gut ankommt. Diese Transparenz macht das OZEANEUM zu einem ganz besonderen Museum.

Fischvielfalt mit echter Haut

Eine Vitrine gefüllt mit bunten Fischen, die sich in Form und Farbe ziemlich unterscheiden erwartet die Besucher in der Ausstellung Weltmeer im OZEANEUM. Und doch gehören die hier gezeigten Fische alle derselben Ordnung an, den Barschartigen Fischen. Die Vitrine ist beispielhaft für die Vielfalt in der Welt der Fische.

 

In der Fachwelt werden sie als Perciformes bezeichnet, was sich von dem griechischen Worten „perka“, Barsch, und dem aus dem lateinischen stammenden „forma“, Form, ableitet. Zu der Ordnung der Barschartigen zählen mit über 12.000 Arten etwa ein Drittel aller Fische, womit sie die größte und artenreichste Ordnung bilden. Bei der Betrachtung der Körperformen der unterschiedlichen Arten fällt auf, dass sich die Fische auf den ersten Blick in nichts wirklich ähneln. Die Menge der gemeinsamen äußeren Merkmale der Barschartigen Fische, die sie eindeutig von Fischen anderer Ordnungen unterscheiden, ist sehr gering. Typischerweise verfügen die Angehörigen der Ordnung über zwei getrennte Rückenflossen sowie eine Afterflosse. Die erste Rückenflosse wird bei Barschartigen Fischen mit echten Hartstrahlen gestützt. Diese unterscheiden sich von den Weichstrahlen durch ihre durchgehende Struktur, ein Merkmal das mit dem bloßen Auge bei lebenden Fischen kaum sichtbar ist.

 

Die Vitrine gewährt den Besuchern zudem einen Einblick in die Präparation von Fischen. Bei den gezeigten Exponaten handelt es sich um Dermoplastiken. Für diese Art der Präparation wird ein Abdruck des Fisches genommen dem entsprechend der Fischkörper nachgeformt wird, um die Form anschließend mit der fixierten Haut des Fisches zu überziehen.

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!