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Dienstag, 17. Oktober 2017
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Entdeckung vom 14. November 2011

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 318

Jens Oulwiger (Abteilungsleiter Marketing)

Gerade in der dunklen und grauen Jahreszeit genieße ich die Farbenvielfalt in unserem Tropenaquarium. Dem ruhig schwimmenden und etwas scheuen Mandarinfisch schaue ich dabei gerne etwas länger zu. Mit knapp 10 Zentimeter ist er recht klein, aber sehr farbenfroh - orangerot, blau, grün. Auch die hervorstehenden Augen und der spitze Mund machen ihn zu einem echten Hingucker. Jeder Fisch hat eine ganz individuelle Zeichnung. Er ist einer der schönsten Fische im MEERESMUSEUM und trotzdem fällt er zwischen den lebenden und ebenso farbenfrohen Korallen manchmal erst auf den zweiten Blick auf.

Schöner, nützlicher Algenfresser

Schönheit macht eingebildet, könnte man dem Mandarin-Leierfisch unterstellen. Der bunt gemusterte, in vielen Farben schillernde Aquarienschönling ist bei seiner Futterwahl nämlich äußerst wählerisch. Nur ungern lässt er sich an Frost- oder Trockenfutter gewöhnen. Viel lieber sucht er den Boden seines Korallenbeckens nach winzigen Algen oder Strudelwürmern ab, die er mit seinem kleinen, zugespitzten Maul vom Untergrund abpickt. Darum gilt der attraktive Zierfisch auch als nützlicher Aquarienbewohner. Er erspart den Einsatz von Chemie und hält sein Becken frei von Algenbewuchs und Schädlingen. Allerdings sollte dieses groß genug ein, um dem Mandarinfisch ausreichend Lebendfutter zu gewährleisten.   

 

Die Haltung des Mandarinfisches gibt Einblick in die besondere Sorgfalt der Aquarienpflege im MEERESMUSEUM. Denn nur über sogenanntes Lebendgestein lässt sich für den Leierfisch ein gewohntes Umfeld, wie in den flachen, geschützten Korallenriffen seiner pazifischen Heimat schaffen. Eine ansehnliche, aber leblose Beckendekoration wäre nutzlos. Riffaquarien werden darum mit echten Korallenstöcken besetzt, die vielfältige Organismen mit ins Aquarienwasser bringen. Sind ungewollte Schädlinge darunter, dienen diese dem Mandarin als ideales Futter.       

 

Eigenwillig wie bei seinem Futterverhalten ist der Mandarin auch bei der Verteidigung seines Reviers. Zwei Männchen, gut zu erkennen am verlängerten Strahl der vorderen Rückenflosse, bekämpfen sich bis zum Tod eines der Rivalen. So kann in einem Aquarium allenfalls ein Pärchen gehalten werden.

Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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