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Mittwoch, 22. November 2017
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Entdeckung vom 05. Dezember 2011

Entdeckung der Woche: Entdeckung Nr. 339

René Dietrichkeit (Techniker)

Schon seit 2006 bin ich hier im OZEANEUM beschäftigt und habe die Bauphase komplett miterlebt. Als Techniker kenne ich das Gebäude durch und durch: jeder Eiweißabschäumer, jede Pumpe und jedes Rohr hat seine ganz bestimmte Funktion, die fest im System verankert ist. Unsere Technik ist äußerst komplex und die Arbeit dadurch sehr vielseitig. Selbst für das zunächst simpel erscheinende Öffnen einer Ausstellungsvitrine, wird teilweise ein spezieller Wagen mit Saugnäpfen benötigt. Damit können wir dann beispielsweise die Scheibe der Vitrine mit dem Modell der Kliffkante in der Ostsee-Ausstellung bewegen.

Fuchs am Kliff auf Vogeljagd

Im OZEANEUM halten die Besucher naheliegend Ausschau nach interessanten Meeresbewohnern, die in den Aquarien und Ausstellungsvitrinen auch reichlich zu bewundern sind. Hin und wieder lassen sich aber auch Landtiere in den szenischen Darstellungen von Küsten und Ozeanen finden. So wird es vor allem für die kleinen und jungen Besucher zu einem beliebten Spiel, nach diesen zu suchen.

 

Im Modell einer Kliffkante, wie sie vielfach an den Küsten der Ostsee und Boddengewässer vorkommt, lauert beispielsweise ein kleiner Fuchs im Gras auf Beute unter den Seevögeln. Doch diese Schauvitrine ist nicht nur wegen des ungewöhnlichen Gastes ein besonderer Blickfang. Die Darstellung einer typischen Steilküste an der südlichen Ostsee wurde direkt aus der Natur gewonnen. Dafür engagierten die Museumsmacher eigens einen Spezialisten für geologische Präparation.

 

Der Geologe Martin Kroninger aus Rehburg-Loccum festigte für die Ausstellung ein Originalstück aus einer Kliffkante mit Spezialkleber aus Kunststoffharz und einer Glasfaser-Beschichtung. So konnten Sand, Steine, Pflanzen und sogar Wurzelwerk in ihrem ursprünglichen Zustand ins OZEANEUM transportiert werden.

 

Die Szenerie zeigt nun einen Küstenausschnitt, wie er in der letzten Eiszeit geschaffen wurde. Durch Regenwasser, Sturm und Wellen verändert sich dieses aktive Kliff ständig und legt seine Schichten aus sogenanntem Glazialschutt frei. Am umspülten Ufersaum finden Seevögel und seltener auch Robben Rastplätze, Futter und geschützte Ruhezonen.          

Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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